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Qigong I Taiji Quan


Yang SchriftzeichenYang


Qigong und Taiji Quan sind jahrtausende alte chinesische Bewegungskünste, die Körper/Yin und Geist/Yang harmonisieren sollen.
Ursprünglich bezeichneten Yin und Yang die beiden Seiten eines Hügels: Yang die sonnige und damit auch die obere, trockenere, hellere, wärmere Seite, Yin die schattigere untere, feuchtere, dünklere, kühlere Seite. Wichtig ist das Verständnis der Polarität: es ist ein Hügel (der in beiden Schriftzeichen gleich auf der linken Seite vorhanden ist) – dort, wo am Vormittag die Sonne hin scheint, wird es am Nachmittag schattig.  Übertragen wird dieses Prinzip auf begriffliche Zusammenhänge wie Bewegung – Ruhe, außen – innen, Formloses – Materie,…

Yin SchriftzeichenYin


Was bedeutet Qigong?

Fähigkeit im Umgang mit der Lebensenergie Qi; 'Gong' bedeutet auch Üben.
Der Begriff wurde erst in den 1950er-Jahren gebräuchlich. Für die Übungen, die seit damals als 'Qigong' bezeichnet werden, waren früher die Bezeichnungen 'Daoyin' – das Dehnen und Durchlässig-Werden der Meridiane (Leitbahnen für das Qi) und das Leiten und Harmonisieren des Qi, das in diesen Meridianen fließt – bzw. 'Yangsheng' – Lebenspflege in einem umfassenden Sinn – üblich.

Was bedeutet Taiji Quan?

Taiji Quan ist eine 'innere' Kampfkunst, die die Selbstkultivierung zum Ziel hat. Wörtlich bedeutet 'Taiji': das oberste Höchste, und 'Quan': Faust.

Für wen ist Qigong geeignet?

Für alle, die sich darauf einlassen wollen, unabhängig von Alter und persönlichen Voraussetzungen bzw. Bedürfnissen. Die Übungen können und sollen an die eigenen Möglichkeiten angepasst werden.

Für wen ist Taiji Quan geeignet?

Für alle, die Bewegungsfreude und Spaß am Erlernen einer längeren Abfolge von Übungen (der sogenannten 'Form') mitbringen.

Was sind Qigong-Übungen?

Bewegtes Qigong wird im Stehen oder Sitzen ausgeführt, das meditative Stille Qigong im Sitzen oder Liegen. Durch langsame, sanfte Bewegung, Vorstellung und Atmung wird die Lebensenergie Qi harmonisiert und gestärkt. Es gibt mehrere tausend Übungen, die oft in Sets (zum Beispiel 'Die acht Brokatübungen') zusammengefasst sind. Meistens wird eine Bewegung einige Male wiederholt, dann wechselt man zur nächsten. Das Spektrum reicht von einfachen bis zu anspruchsvollen, komplexen Übungen.

Was ist eine Taiji Quan-Form?

Eine Form ist eine Abfolge von Bewegungen, die nach einander ausgeführt werden. Es gibt verschiedene Stile, die mit Familiennamen bezeichnet werden (z.B. Yang-, Chen-, Wu- oder Sun-Stil), und jeweils kürzere und längere Formen, sowie Waffenformen mit Fächer, Säbel, Schwert oder Stock. Die ergänzenden Partnerübungen 'Toui Shou' oder 'Push Hands' helfen, die eigene Mitte, Erdung und Aufrichtung, Balance, Koordination, Timing und das Gefühl für Nähe und Distanz zu finden bzw. zu verbessern.

Seit wann gibt es und woher kommt Qigong?

Mawangdui Seidentuch mit DehnübungenMawangdui Seidentuch

Die Ursprünge des Qigong sind mehr als 4.000 Jahr alt; schon etwa 2.200 vor Christus waren Übungen für Gesundheit und Vitalität bekannt.
Die ältesten Fundstücke datieren aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus und wurden erst 1973 bzw. 1983 in Zentralchina entdeckt. Im Mawangdui-Grab in der Provinz Hunan wurde neben medizinischen Manuskripten auch ein Seidentuch mit Illustrationen von Bewegungsübungen gefunden.
In Zhangjiashan in der Provinz Hebei stieß man ebenfalls in einem Grab auf Texte auf schmalen Bambusstreifen; im 'Yinshu', dem 'Buch des Dehnens' sind etwa hundert Übungen und ihre Wirkung beschrieben.

Seit wann gibt es und woher kommt Taiji Quan?

Bereits 1.500 vor Christus waren Kampfkünste, die die Aspekte Gesundheit und Selbstverteidigung verbanden, in China weit verbreitet. Als legendärer Begründer von Taiji Quan gilt der daoistische Mönch Zhang Sanfeng, der – nach unterschiedlichen Quellen im 12. oder 15. Jahrhundert nach Christus – in den Wudang-Bergen, nach denen der 'Wudang-Stil' benannt ist, lebte.
Ab Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelten sich verschiedene Familienstile als Geheimlehren; heute sind Yang-, Chen-, Sun- und Wu-Stil am besten bekannt.

Qigong und Taiji Quan – warum?

Taiji Quan und Qigong machen Spaß, sind zur Gesundheitsvorsorge bestens geeignet, fördern Beweglichkeit, körperliche und geistige Balance und Stabilität sowie die persönliche Entfaltung. Darüber hinaus werden von Übenden häufig folgende positiven Auswirkungen genannt:

  • Abbau von Stress und Nervosität, psychische Ausgeglichenheit
  • gesunder Schlaf, Reduzierung von Schlafstörungen
  • verbesserte Organfunktionen
  • stabilisierter Kreislauf und Blutdruck
  • vertiefte Atmung
  • ausgeglichenes Stoffwechselsystem und Verdauung
  • Stärkung der Abwehrkräfte und des Immunsystems
  • Kräftigung der Körperstruktur, von Muskeln, Knochen und Sehnen sowie des Fasziensystems
  • Linderung von Rückenschmerzen und Wirbelsäulenproblemen
  • gesteigerte Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit, Geschmeidigkeit
  • Lösung von Verspannungen
  • verminderte Müdigkeit, mehr Energie.

     

     

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